Lustiges Wichteland Sim-Saladum

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Lustiges Wichteland Sim-Saladum

Beitragvon Shiva » 8. Nov 2011, 08:53

Rezension
von Frau Dr.Dr. Christine Michelfeit, Präsidentin der Gesellschaft der Lyrikfreunde Innsbruck

Angelika Pauly hat schon einmal ins Wichteland hineingeschnuppert und die Abenteuer der drei Wichtebrüder Karlchen, Paul und Seppl aufgezeichnet. Inzwischen hat sich aber einiges Neues ereignet und so entstand ein zweites Wichtelbuch, in dem wir den lustigen Winzlingen wieder begegnen.
Die Abenteuer aus dem ersten Buch sind die gleichen geblieben, die drei Wichte, die einst kleine Buben aus Holz geschnitzt hatten und vom Großvater zornig weggeworfen wurden, leben seither sehr fröhlich in einem Holzschnuppen, nähren sich von Waldbeeren und Eicheln, und tanken ihren Hubschrauber mit Rosenwasser. Manchmal besuchen sie auch ihre Nachbaren im größeren Wichteland Sim-Saladum, kehren aber gerne wieder in ihre kleine, eigene Welt zurück. Und dann geschieht etwas Besonderes. Eines Tages finden sie ein weinendes kleines Mädchen im Gras, es trägt zwar ein wunderschönes weißes Seidenkleid, ist aber auch aus Holz geschnitzt wie sie selbst. Das Wichtelmädchen kennt weder seinen Namen, noch weiß es, wie es in den Garten gekommen ist, aber Karlchen, Paul und Seppl nehmen es brüderlich auf und bringen es zu sich nach Hause. Bald stellt sich jedoch heraus, dass die Kleine für ihre Abenteuer total falsch angezogen ist, das weiße Seidenkleid ist bald zerrissen, also müssen Hosen her. Und wieder besuchen sie das große Wichteland Sim-Saladum, dort gibt es alles, auch einen Schneider, der ihr Lederhosen verpasst. Wichtelinchen bekommt auch einen Namen, als Sophie erlebt sie mit ihren Brüdern eine glückliche Zeit. Aber es gibt auch im Wichteland kein Glück auf ewig, eines Tages ist Sophie verschwunden. Aus der Vergangenheit sind die beiden Jungen, die auch Sophie einst geschnitzt hatten, wieder aufgetaucht, finden sie im Gras und bringen sie heim in ihr Kinderzimmer. Aber es geht alles gut aus, Sophie wird gefunden und heiratet am Ende zwar keinen Prinzen, wie sonst im Märchen üblich, sondern den Malerwicht Brosius aus dem Lande Sim-Saladum.

Es ist ein heiteres, unbeschwertes Buch, heiter ist auch das Wichtellied, das Angelika Pauly schon für den ersten Band gedichtet und komponiert hat und das als CD beigelegt ist.

Im Wichteland Sim-Saladum
da ist es lustig, widibumm.
Neun Wichte tanzen rundherum,
kein einziger bleibt dabei stumm.

Gaby Hylla lässt die Wichte mit ihren lustigen Illustrationen richtig lebendig werden, man muss sie einfach gerne haben. Und das werden die kleinen und großen Leser sicher tun.

Christine Michelfeit
liebe Grüße
Angelika
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